2020-08-28 bis 31 Tirol

Wenn in Tirol der Schnee auf den Gipfeln am Ende des Sommers weniger wird und somit die Pegelstände wieder fallen, wagt sich auch der WHW in diese beliebte und berüchtigte Paddelregion. Für einige WHWler ist es das erste Mal und sie sind voller Vorfreude auf die Bäche, über die man sich am Lagerfeuer schon so viele Geschichten erzählt hat.

Doch leider kam alles mal wieder anders als gehofft. Die erhofften moderaten Pegelstände waren am Freitag noch vorhanden doch mit dem Regen in den kommenden Tagen änderte sich alles. So dass Ötz, Venter und Inn Schluchten nicht mehr zu befahren waren. Die Imster Schlucht wurde am Freitag von Volker, Hannah und Rumi noch bei einem Pegel von 275 cm befahren. Julia und Markus machten ihre Erstbefahrung der Imster Schlucht am Samstag dann bei einem Pegel von 395 cm. Doch zwischen diesen beiden Befahrungen kam nicht nur viel Wasser vom Himmel, sondern auch die Gruppe des WHWs erlebte viel.

P1150536 4Imster am Freitag.

P1150558 01Imster am Samstag.

 

Nachdem Freitagnacht beziehungsweise Samstagmorgen Julia, Markus und Melli aus München dazustiessen, ging es am Samstag erstmal bei schönem Mittelwasser auf die Untere Sill, die Dank des Regens befahrbar wurde. Doch leider war die Befahrung bereits nach einem guten Kilometer vorbei. Rumi hatte bereits das Boot am ersten Stein nach dem Einstieg verlassen und Volker und Melli konnten es erst einen Kilometer weiter unten wieder einsammeln. Mit Volker und Melli ausser Sicht tasteten sich auch Julia, Hannah und Markus weiter den Fluss hinunter. Doch kurz bevor sie zu Volker und Melli aufgeschlossen hatten, hing Julia in einer Walze fest, konnte sich aber selbst befreien. Voller Freude darüber geschickt mit dem Heck aus der Walze gesurft zu sein, kippt sie im Kehrwasser dahinter auf unerklärliche Weise um und verliert ihr Paddel. Nach einer Polotypischen Handrolle entscheidet sie sich dann doch gegen das weiter Fahren ohne Paddel und steigt lieber aus. Boot und Paddel abgeschworen, wer sollte das denn jetzt noch Retten wo Volker und Melli ausser Sicht sind. Doch Volker wartet nur hinter der nächsten Kurve und kann mit einem Griff das Boot aus den Fluten ziehen, hat aber keine Hand mehr frei für das Paddel und muss es schwimmen lassen. Nach diesem chaotischen ersten Kilometer und einem Paddel weniger als Paddlern, entschliessen wir uns die Tour abzubrechen und die Boote eine 30m hohe steile Böschung hoch zu evakuieren.

Profitipp an dieser Stelle für die nächste Tour, die beiden Paddler mit Handy, sollten auch die Nummer des jeweilig anderen haben. Erleichtert die Kommunikation.

Nach dem sich am Samstag gezeigt hatte, dass die Gruppe den Flüssen in Tirol bei den Pegelständen noch nicht gewachsen war, entschlossen wir uns für den Sonntag an die Loisach zu fahren. Hier fühlte sich jeder bei einem Pegel von 100 cm wohl und sicher und man konnte vier erfolgreiche Runs machen. Einzig Volker war an diesem Tag sehr auffällig (damit ist nicht seine exzellente Kleidungswahl an diesem Wochenende gemeint). Zunächst schaffte er es sich zu verfahren, so dass Melli 30 min am Einstieg gewartet hatte und bereits eine Yoga Session zum Aufwärmen durchgeführt hatte. Anschliessend musste er im ersten Run rollen, weil er sich zu viel nach seiner Tochter umschaute (der Autor des Textes hat das zum ersten Mal erlebt) und ist dann auch noch schätzungsweise 15 Kehrwässer in einem Run angefahren.

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Spaß scheint er trotzdem zu haben.

 

Bevor es dann am Montag für Volker und Hannah wieder nach Heidelberg ging, machte man noch einen schnellen Run in der bereits bekannten Imster Schlucht, bei einem leicht gefallen Pegel von 350 cm. Rumi, Julia und Markus warten nun auf Sonne und die zweite WHW Gruppe die sich am Donnerstag in das schöne Tirol für einen Sicherheitslehrgang begibt. Siehe hierzu den nächsten Bericht.


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